Kommentar zur Besetzung

Hallo liebe Studierende,

in gewisser Weise kann ich den Unmut verstehen. Für einige war die Rolle des AStA nicht befriedigend, da er sich nicht politisch vereinnahmen lassen hat. Wir standen in der Mitte. Wir haben auf der einen Seite viele Probleme, die auch von besetzenden Studis geäußert wurden (siehe Eine Kritik des Bachelor/Master-Systems aus der Sicht des Versuchsobjekts „Studierender“) und zum anderen die Studierenden, die diesen auch skeptisch gegenüber stehen, gesehen. Wir sind nun mal die gewählte Vertretung der gesamten Studierendenschaft und mit dieser Vertretung verkörpern wir eine Legitimität. Bei einer politischen Konfrontation, wie der Besetzung, besteht das Bedürfnis, die eigene Haltung mit dieser Legitimität zu rechtfertigen. Allerdings wollten wir dies sowohl für die Unileitung als auch für die besetzenden Studierenden nicht leisten. Aufgrund dessen waren die letzten Wochen nicht sonderlich gemütlich.

Ich persönlich finde unsere Haltung richtig, da wir die gesamte Studierendenschaft vertreten und man an den letzten Wahlergebnissen erkennen kann, dass die Studierendenschaft eher gemäßigt ist. Nichtsdestotrotz ist die Besetzung eine studentische Initiative, die wir auf verschiedenen Wegen unterstützt haben. Mit unserer Infrastruktur, hierunter fallen Materialien und öffentliche Medien (An dieser Stelle will ich noch mal darauf hinweisen, dass wir den besetzenden Studierenden das Angebot unterbreitet haben, sich über eine Unimail zu erklären. Diese Möglichkeit ließ man aber verstreichen.) und mit Vermittlungsversuchen haben wir unser Möglichstes getan, um den besetzenden Studierenden unter die Arme zu greifen.

Ich kann mich gut daran erinnern, dass mich am letzten Samstag ein Anruf vom Rektorat erreicht hat um sich über das Eindringen in den HS 3 zu beschweren. Um die Perspektive der Studierenden anzuhören, habe ich mich zum besetzten HS 3 begeben. Nach einem Gespräch mit den besetzenden Studierenden und nach einem weiteren Telefonat mit dem Rektorat, indem ich mich bemüht habe, eine Klärung zu finden, musste ich den Studierenden leider eine schlechte Nachricht überbringen. Dies war aber nicht der einzige Versuch. Es gab eine ganze Reihe dieser Gespräche. Ein weiteres Beispiel ist auch der Einsatz unseres Referenten bei der Räumung selbst. Er konnte abwenden, dass die Polizei einige der besetzenden Studierenden als Redeführer herauszieht, um diese mit einer erweiterten Anzeige zu belasten. Der Vorwurf, dass wir uns nicht für eine Vermittlung eingesetzt haben, läuft wegen der benannten Gründe aus meiner Sicht ins Leere.

Wir bedauern natürlich auch, dass es zu einer Eskalation gekommen ist und wir sind auch sehr betroffen, wenn Studierende von der Polizei aus einem Hörsaal herausgetragen werden. Wir hoffen, dass dies nicht mehr vorkommt. Unsere Vermittlungsversuche sind letztendlich gescheitert. Die Kritik aber, dass wir als Mediator mehr hätten helfen können, z.B. in der demokratischen Meinungsfindung, ist meiner Meinung nach inadäquat. Bei den besetzenden Studierenden waren einige politisch sehr erfahrene Personen dabei, die sich über ihr Handeln und deren Konsequenz sehr wohl bewusst waren. Diese haben sowohl das Handwerkszeug für eine institutionalisierte Entscheidungsfindung, als auch die Fähigkeit eine in ihrem Sinne gute Pressearbeit zu machen. Sich als unorganisierte und unprofessionelle Protestbewegung darzustellen, verzerrt die Realität und erweckt den Eindruck der Opferhaltung. Ich bin unabhängig hiervon der Meinung, dass unter den besetzenden Studierenden viele vernünftige Personen waren, mit denen man eine Diskussion führen konnte und auch sollte. Zusätzlich gab es noch die Gruppe, die hin und wieder mal da waren und generell mit der Besetzung sympathisiert haben. Es ist gut, dass diese Stimmen endlich den Weg in den Fokus der Öffentlichkeit gefunden haben und unter Anderem einen Reformdruck ausgelöst haben.

Hieran sollten wir auch weiterhin ansetzen und darin liegt auch unser Appell. Wir wollen nicht wieder zurück zum Status quo, sondern wir wollen, dass so viele Studierende wie möglich den Entscheidungsträgern auf die Finger schauen und das nun gegebene Initial (Verweis: Memorandum) mitgestalten. Die Universitäten haben inzwischen die Kompetenz erhalten, Reformmassnahmen ohne Abstimmung mit dem Ministerium umzusetzen. Es gibt nun keine Möglichkeit mehr von Ausflüchten und Schuldverschiebungen. Dies führt dazu, dass die eher wagen Vorhaben aus dem Memorandum direkt vor Ort realisiert werden können und darauf müssen wir als Studierende zum einen drängen und zum anderen aber auch mitarbeiten. Deswegen hoffen wir, dass der Gestaltungswille, der bei der Besetzung zum Ausdruck kam, sich in der Gremienarbeit kanalisiert und zu einer tatsächlichen Verbesserungen an unseren Studienbedingungen führt.

Euer Vorsitz des AStA der TU Dortmund

25 Reaktionen zu “Kommentar zur Besetzung”

  1. Michael G

    Das Angebot mit der Rundmail hat nur ein begrenzter Personenkreis mitbekommen. Und er kam zu einem Zeitpunkt, als es noch keinen passenden Text dafür gab. Viele sind euch Dankbar für die Hilfe, aber bitte macht nicht den selben Fehler wie unser grandioser Pressesprecher: Einige Leute der Besetzung zu instrumentalisieren (z.B. “waren einige politisch sehr erfahrene Personen dabei, die sich über ihr Handeln und deren Konsequenz sehr wohl bewusst waren” oder “Sich als unorganisierte und unprofessionelle Protestbewegung darzustellen, verzerrt die Realität und erweckt den Eindruck der Opferhaltung”, diese Haltung hatte ich für meinen Teil nie.)

    Die SVV hat sehr eindeutig gezeigt, dass die breite Masse der Studenten HINTER der Aktion steht. Ihr müsste ja nicht selber mitmachen, aber z.B. den Standpunkt des Pressesprechers der euch so ‘missbraucht’ hat, ganz klip und klar wiedersprechen. Und nicht mit “dass der AStA sich von den Besetzern distanziert ist _so_ nicht richtig”

    Also ehrlich…

  2. Rine Vogel

    Lieber AStA,
    Liebe Studierenden,

    Soeben hat der FSR EW seine Sonder-Fachschaftsvollversammlung erfolgreich und mit erstaunlichen Anwesenheitszahlen beendet.

    Obwohl http://www.portest-dortmund.de sowohl am Sonntag persönlich das Angebot erhalten hat, uns, dem FSR, eine Stellungnahme mit in die Versammlung zu geben, sowie heute noch einmal per Mail, haben wir von dieser “Gemeinschaft” (sorry, mir fällt kein passender Begriff ein ;-) ) keine Rückmeldung erhalten und konnten somit in der VV keine Diskussion darüber führen.
    Auch unsere Bitte, auf der Seite http://www.protest-dortmund.de die Falschmeldung, wir würden eine SVV veranstalten, zu korrigieren, wurde bisher ignoriert.

    Dank unserer derzeit wunderbar funktionierenden Kommunikation konnten wir jedoch eine Stellungnahme des Dekans zum Bologna-Prozess sowie die Pressemitteilung des AStA verlesen.

    Wir freuen uns darüber, dass nun auch andere Fachschaften (wie gestern die Rehas) Vollversammlungen abhalten und ihre Studis somit motivieren, in die wunderbare Welt der Gremienarbeit einzutauchen :-)

    Viele solidarische Grüße,
    voller Vorfreude auf die zukünfitge Zusammenarbeit/Vernetzung,
    Rine

  3. Sophie

    Hallo!
    Ich habe den Eindruck, dass diese Stellungnahme sehr stark deine persönliche Wahrnehmung der Dinge widerspiegelt, nicht die des gesamten Asta. Dieser Eindruck verstärkt sich dadurch, dass viele Asta-ReferentInnen den Artikel zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mal zu kennen scheinen.
    Das Urteil, das du dir über die Gruppe der BesetzerInnen und eine angebliche Rollenverteilung untereinander erlaubst ist mehr als weit her geholt und so oft warst du auch nicht im Hörsaal, als das du etwaige Strukturen hättest erkennen können.
    Die Rolle des Mediators habt ihr selber ergriffen, darum hat euch niemand gebeten. Im Gegenteil die BesetzerInnen hätten lieber mit Frau Gather selbst gesprochen, wenn ihr euch so instrumentalisieren lasst,- schlimm genug. Allerdings möchte ich dich in diesem Zusammenhang einmal darauf hinweisen, dass niemand hätte als Rädelsführer eine erweiterte Anzeige kriegen können (bzw. dass diese zu keiner Verurteilung geführt hätte) , da alle Aufgaben in wechselnder Verantwortung lagen und liegen und wir Entscheidungen in einem bekannterweise sehr aufwendigen Konsensverfahren treffen.

  4. mzulaica

    Der Artikel wurde mit mehreren Referenten abgestimmt.

  5. Digity

    Guten Tag Miguel,

    langsam habe ich die Faxen dicke.
    Vermittlung ist ja schön und gut, aber ich habe immer gedacht man wählt politische Vertreter damit sie Standpunkte vertreten und nicht zwischen ihnen vermitteln. Momentan scheint es mir so als würde der AStA alles dafür tun um als führende Kraft in Sachen Opportunismus aufzutreten.
    Rein taktisch würde ich Euch empfehlen die 10% der Studierendenschaft zu unterstützen die sich am Protest beteiligen (wenn ich richtig informiert bin haben Euch 8,6% gewählt).
    Die Schiene die Ihr momentan fahrt führt auf jeden Fall nicht in Richtung Wiederwahl, an welcher ich persönlich sowieso starke Zweifel hege.

    Hoffnungsvolle Grüße,

    Digity

  6. Digity

    Liebe Rine,
    leider hat das Rektorat seine grünen Freunde angerufen um uns liebevoll aus UNSEREM Hörsaal zu helfen bevor wir uns um Deine/Eure Belange kümmern konnten.
    Es tut uns Leid, dass der Plan der Unileitung, uns von inhaltlicher Arbeit abzuhalten aufgegangen ist.

    Trotzdem vielen Dank für Dein/Euer Engagement und herzliche Glückwünsche zur erfolgreichen Vollversammlung.

  7. nochmal Rine

    Also, wenn wir schon rechnen, dann doch mal richtig:

    Wenn man von 10% der Studierendenschaft ausgeht wie oben, wären wir bei ca 2300 Mann. (Die hab ich übrigens nicht so richtig gesehen, selbst auf der SVV waren wir “nur” um die 1000).

    Auf der Liste im Studiwiki des AStA sind 34 Fachschaftsräte eingetragen, die sich längst hochschulpolitisch engagieren und alles tun, um die Studiensituation zu verbessern :-) Pro Fachschaftsrat um die 20 Mann, eg. eher mehr, sagen wir: 680 Mann FÜR besseres Lehren und Lernen, die mit dem AStA zusammenarbeiten.

    Die Fachschaftsräte wiederum vertreten die Interessen ihrer Fachschaft, also alle…

    Wärs nicht irgendwie schöner, wenn wir alle gemeinsam täten, was wir können, als uns gegenseitig ans Bein zu pinkeln? :-)

  8. nochmal Rine

    Liebe/r Digity,

    Das war nicht böse gemeint. Im Übrigen dachte ich, dass meine/unsere Belange die selben sind, die ihr/du auch habt? So von wegen besseres Studium, mehr Gerechtigkeit und so?

    Ich will damit nur betonen, dass wir ZUSAMMENARBEITEN müssen, um was zu bewegen.

    PS: Wärs dir lieber gewesen, ich hätte so ausm Stand und vom Hörensagen berichtet, was ich denke verstanden zu haben was ihr vielleicht wollt oder auch nicht? Ich will nur jedem die Chance geben, sich zu äußern, ohne dass es um 8 Ecken geht.

    Es war echt nicht böse gemeint. Nach wie vor gilt: Wir informieren unsere Studis, also immer her mit Informationen :-)

  9. Christian

    Liebes Asta,
    bezüglich eurer Pressearbeit bin ich sehr enttäuscht. Es wurde in keiner Weise die anscheinende falsche Darstellung des Astas durch die Rektorin, bzw. ihres Pressesprechers verurteilt, sondern ohne jegliche Bewertung erwähnt. Wenn ihr euch habt instrumentalisieren lassen von der Rektorin, solltet ihr dies nicht so hinnehmen sondern eine Stellungnahme und einen öffentlichen Widerruf durch die Rektorin verlangen. Es gab keine Rädelsführer in der BEsetzung und dieses wurde auch mehrmals erwähnt. Das ihr den Protest mit Materialien unterstützt habt finde ich sehr gut und eure Bemühungen sich neutral einzubringen waren auch verständlich. Aber es stellt sich mir die Frage, warum lasst ihr euch so instrumentalisieren? Warum kommt euer Referent nicht zu Wort und kann gleich richtig stellen IM Besetzen Hörsaal, wo er ja wohl anwesend war, dass der Asta sich NICHT distanziert????? Das ist doch mal die Frage, warum es erst soweit kommt, dass ihr instrumentalisiert werden könnt? Ich sehe hier das Problem, dass ihr einen opportunistischen Eindruck hinterlasst. Ich persönlich werde meine Konsequenzen daraus ziehen udn bei der nächsten ASTA Wahl genau hingucken, wer mich vertreten soll.
    Also:
    Wenn man nicht instrumentalisiert werden will muss man sich klar positionieren, sodass dies nicht mehr geschehen kann
    Man muss falsche Aussagen SOFORT ansprechen und nicht erst durch andere Studenten darauf aufmerksam gemacht werden
    Man muss bei so einem Missbrauch eine Klarstellung von (hier) der Rektorin fordern.!!!!

  10. Flo

    “Die SVV hat sehr eindeutig gezeigt, dass die breite Masse der Studenten HINTER der Aktion steht”

    Sorry, aber das ist ja wohl nicht dein Ernst. Die Frage nach der Legitimation für die Besetzung wurde ziemlich am Ende gestellt. Zu dieser Zeit waren noch ca. (wohlwollend gerechnet) 800 Leute da. Von diesen haben geschätzt 99% zugestimmt. Das sind dann insgesamt (gerechnet mit 21.000 Studierenden) rund 3,8% aller Studenten…

  11. Jette

    @rine: ich denke du hast insofern recht als dass wir nur eine chance haben, wenn wir zusammenarbeiten und auf verschiedenen ebenen agieren. besonders auf hochschulpolitischer ebene. unsere belange sind die selben, die forderungen aber auch durchaus unterschiedl.
    die forderungen des asta ´s (siehe demo aufruf) – sind mir persönlich zu wenig.
    dennoch finde ich gemeinsame forderungen z.b. wie “studiengebühren abschaffen” wichtig! dies ist jedoch nicht nur hochschulpolitisch durchsetzbar…bildung im allgemeinen ist nunmal auch (leider) ländersache.
    wie digity schon sagte, wurde uns der freiraum im hs3 genommen und dadurch müssen wir uns erst einmal wieder komplett neu organisieren und wir sind nunmal ein ziemlich bunter haufen, der den anspruch hat möglichst basisdemokratisch entscheidungen zu finden. das dauert. und die erwartungen (an fr. gather), die an euch geschickt werden sollten, hatten nach der räumung keine relevanz mehr. trotz allem bedauere ich, dass ihr keine stellungnahme o. ä. auf eurer fachschafts vv hattet. wir sind eben nicht hierarisch strukturiert und niemand kann von jetzt auf gleich eigenmächtig entscheiden, was euch vorgelegt wird. die abgestimmten forderungen, sowie aktuelle pressemitteilungen werden in der regel online veröffentlicht.

    @asta/miguel:
    keiner der referenten oder referentinnen, die heute nachmittag im asta waren (frank, kathi, horatiu und zwei weitere die ich nicht namentlich kenne) hatten die – persönliche – stellungnahme von miguel gelesen.
    man kann keine stellungnahme mit “euer asta” unterschreiben, die mit “in gewisser weise kann ich den unmut verstehen…” beginnt und persönliche befindlichkeiten beschreibt.
    zudem inhalt möchte ich mich an dieser stelle gar nicht weiter äußern.
    die rolle des asta ist nicht nur unbefriedigend, auch nicht ausreichend oder mangelhaft – sondern ungenügend – weil nicht politisch!
    ich könnte jeden einzelnen satz dieser stellungnahme auseinandernehmen, aber dazu fehl mir leider die zeit.
    das verhalten des asta ist nicht weiter hinnehmbar!
    ich bin auch gerne bereit mich persönlich und inhaltlich- sachlich mit euch auseinanderzusetzen.

  12. Rico F. Maynert

    Liebe Protestler, ihr disqualifiziert euch laufend selber von jeder weiteren inhaltlichen Debatte…

    Meine letzte Bitte: Räumt euern Scheiss aus dem AStA, damit dort gearbeitet werden kann, ohne über Müllsäcke und Einkaufswagen mit Leergut steigen zu müssen.

    Unabhängig von der politischen Arbeit ist gegenseitige Rücksichtnahme im Umgang miteinander
    vonnöten – und mit euerm derzeitigen Gehabe stoßt ihr aktuell einfach nur vielen Leuten vor den Kopf.

    MfG

    Rico F. Maynert

  13. Rine

    @ Jette

    Das mit der Basisdemokratie kann ich mir sehr gut vorstellen, ich wollte euch – wie gesagt – auch gar nichts vorwerfen.

    Unsere FVV hat heute vor allem “lokale” Probleme aufgezeigt – “das übliche”, also Nebenwirkungen von Bologna ;-) -, und diese gehen wir jetzt in den Prüfungsausschüssen und so weiter verstärkt an. Aber natürlich können wir auf “globaler” Ebene, also Finanzierbarkeit/ Studiengebühren usw., den Dekan oder die Rektorin anmosern, so viel wir wollen weil wir – wie du schon sagtest – das Land dafür brauchen. Damit das Land uns nicht für einen Haufen verrückter Pädagogen hält, den man ignorieren kann, wollen wir solche “ferneren” Ziele mit dem AStA gemeinsam angehen und natürlich auch mit allen anderen Studierenden, ob nun in Gremien oder Bündnissen oder was auch immer. Deshalb find ichs wichtig, jetzt nach dem ganzen Chaos nicht intern in Streit zu verfallen. Dass es heute auf unserer FVV vor allem um Fakultäts-Interne Probleme ging, liegt wohl daran, dass den 0815-Studi das andauernde Verschwinden von Prüfungsleistungen im elektronischen System und Überschneidungen bei den Seminaren “akuter” zu nerven scheinen als die “großen” Themen wie Studiengebühren (das kann man sehen, wie man will), das hat aber nichts damit zu tun, dass wir euch ignorieren wollen oder sowas. ;-) Es ist halt nur schwierig, dieses “euch” momentan als einer, der “nicht-euch” ist, zu durchschauen ;-) Das hat aber nichts mit Ablehnung zu tun.

    Trotzdem ist für uns als Rat momentan der AStA genau was soetwas angeht ein wichtiger Vermittler, auf dessen derzeitige Positionierung wir angewiesen sind, um mit den Studis, die wir in der EW vertreten, zu arbeiten. Wir können Miguels Beitrag also nur zustimmen und uns damitund mit dem AStA – das Wort der Woche – solidarisieren.

    So, und jetzt habe ich definitiv einen Kommunikations-Koller für heute…

  14. Jette

    sorry, habe gar nicht gesehen dassjetzt “euer vorsitz” und nicht euer asta darunter steht. naja, es ist ja nicht so als würde ich mich nicht inhaltlich mit euch auseinandersetzen wollen. aber…
    es ist schwierig sich mit dem asta inhaltlich auseinander zu setzen, da es scheinbar keine inhaltlichen positionen außer die distanzierung von der distanzierung gibt.
    ich würde mir wünschen, wenn die referentinnen ihrem politischen auftrag nachkommen würden.
    gerne hätte ich auch eine aussprache über inhalte und verhalten.

  15. Dick

    Egal was man über den Streik denken mag, aber ich denke der Bildungstreik hat mehr erreicht als der ASTA.

    Und wenn der ASTA mit den vielen Forderungen des Bildungsstreiks übereinstimmt, dann sollte er sich aber mal schnellst möglich diesem Anschließen vll hat er ja bessere Ideen als Hörsäle zu besetzen. Wie wir gesehen haben bewegt sich ohne druck nichts. Also darf zu diesem Zeitpunkt der Druck nicht nachlassen, und wenn der ASTA uns nicht hilft werden wir es wohl ohne ihn machen müssen, es wäre dennoch wünschenswert ihn auf unserer Seite zu haben.

  16. Frank Hommes

    @Dick
    Weißt du überhaupt, wovon du schreibst? Tut mir wirklich leid, aber du bringst vieles durcheinander…

    Erstmal ist der AStA Teil des Bildungsstreiks. Schon lange. http://www.bildungsstreik.net/dortmund/
    Dann würde ich einen Bundesweiten Streik, an dem sich sicherlich über 100 Unis und Organisationen ( ich schätze mal) beteiligen, nicht mit dem Dortmunder AStA vergleichen. Ich sage auch nicht, der Dorstfelder Ortsverein hat viel weniger erreicht, als die Bundesregierung.

    Ob wir bessere Ideen haben, mag ich nicht beurteilen. In der Vergangenheit haben wir aber andere Wege versucht. Zum Beispiel ausrechnen, wofür Studiengebühren ausgegeben wurden und dann einen Senatsantrag auf Verringerung auf 350€ stellen, damit die Studis schonmal weniger zahlen müssen, bis die Landesregierung hoffentlich 2010 die Studiengebühren abschafft. Es hat leider nicht funktioniert, aber ich wüßte auch nicht, dass eine andere Aktion die Dortmunder Studis von den Studiengebühren befreit hätte…
    Dies ist als Beispiel zu verstehen.

    “wenn der ASTA uns nicht hilft werden wir es wohl ohne ihn machen müssen”
    Der AStA bietet weiterhin seine Hilfe an. Das heißt nicht, dass wir alles und jeden bei allem unterstützen, aber wo wir können, werden wir weiterhin helfen.

    Ich würde mich nur freuen, wenn die Gewaltandrohungen gegen AStA-Referenten ausblieben.
    So kam am Dienstag eine Person, welche bei der Hörsaalbesetzung mitgemacht hat und sagte zu einem Referenten:”ja, das darfst du zitieren. Die ganzen Besetzer möchten dir am liebsten in die Fresse schlagen!”

  17. Rine

    Wow, wenn man sich nur darin einig sein kann, wem man “auf die Fresse schlägt”, hat man jede Menge Solidarität verdient.

    Für heute ist meine leider aus – hab ich alles dem AStA gegeben, upsi.

    Als Pädagogin empfehle ich ne Runde auf der Stillen Treppe oder in der Wuthöhle. Ist ja nicht auszuhalten.

    Für meinen Seelenfrieden werd ich jetzt besser irgendwen beauftragen, dass er mich davon abhält, mich hier weiter in den Foren rumzutreiben und zu versuchen, sowas wie Höflichkeit hochzuhalten, und arbeite weiter an VERBESSERUNGEN im Studium

  18. Dick

    Sowi ich das in Dormund mitbekommen habe hat das KFFB den Bildungstreik maßgeblich durchgeführt.

    Mit mehr erreicht mein ich vor allen dingen seit der Besetzung wird in Dortmund mehr als je zuvor darüber geredet was zu einer höheren Politisierung der Studierendenschaft geführt hat, als die initiativen des ASTAs. Desweiteren wollte ich die Bedeutung des ASTAs hier nicht anzweifeln. Und auch die Initiativen des ASTAs sind teil dieses Streiks meiner Meinung nach zeigen sie jedoch zu wenig Wirkung.

    Ich will hier auch dem ASTA nicht unterstellen er wäre gegen den Bildungstreik.

    Und was die Gewaltandrohung angeht, finde ich das Gewalt kein Mittel ist um irgendetwas zu ereichen, und ich verurteile ein solches Verhalten aufs schärfste. Mit solcherlei Drohungen schadet man der Sache mehr als alles andere.

    Zum schluß vll hab ich mich etwas drastisch ausgedrückt, was ich eigentlich sagen wollte der Protest muss JETZT weitergehen sonst verstreicht das Zeitfenster was wir Momentan haben um Verbesserungen schnell durchzusetzen. In den letzten Jahren hatten wir selten eine solche Öffentlichkeit und die muss JETZT genutzt werden, wir dürfen Veränderungen nicht auf die lange Bank schieben dann bin ich fertig mit dem Studium.

  19. NT

    “Sowi ich das in Dormund mitbekommen habe hat das KFFB den Bildungstreik maßgeblich durchgeführt.”
    das stimmt so nicht. zwar stimmen die forderungen und ansichten weitesgehend überein, jedoch hat sich das kffb zu keinem zeitpunkt als organisierendes gremium hervorgetan. sämtliche entscheidungen und stellungnahmen gingen von der gruppe der besetzenden aus. eine reduzierung auf zuvor bestehende strukturen, und seien sie noch so offen, ist demzufolge hinfällig.
    bei der agieregnden gruppe handelt es sich, und das ist an anderer stelle bereits mehrfach erläutert worden, um eine sehr heterogene gruppe, die sich aus studierenden der unterschiedlichsten fachbereiche zusammen setzt.
    es ist auf jeden fall damit zu rechnen dass der protest, und besonders auch die inhaltliche arbeit, inkluive der detaillierten ausarbeitung der forderungen, weiterhin fortgeführt wird.
    zum asta und zu seiner haltung/funktion/positionierung/komptenz/whatever sage ich jetzt erstmal garnichts, sondern warte ab, bis sich die gemüter beruhigt haben.
    selbiges gilt für diverse andere funktionsträger und gruppen.

    bitte tut mir alle einen gefallen und lest di presseerklärungen/mitteilungen und stellungnahmen der protestierenden welche auf der seite protest minus dortmund punkt de zu lesen sind durch, um euch die richtigstellungen und zugeständnisse der protestierenden vor augen zu halten. wer sich eine differenzierte und möglichst objektive meinung bilden möchte sollte möglichst alle seiten der aktuellen debatte beleuchten.

    @rine: die unglückliche mitteilung auf selbiger seite tut zumindest mir persönlich leid. ich nehme allerdings an, das die zahl der studierenden die in der erwartng einer svv zu euch gekommen ist recht gering war. fvv wäre wohl die passende abkürzung gewesen. naja..nebensächlich…immerhin geht es nichtum abkürzungen, sondern um inhalte.
    auf deine weiteren punkte wurde bereits ein gegangen, und ich möchte das an dieser stelle nict wiederholen, zumal ich auch erfreut feststele, dass ih den protstierenden “auch gar nichts vorwerfen” wollt.

    des weiteren möchte ich betonen, dass unter den protestierenden ein einheitlicher konsens der gewaltfreiheit herscht, etwaige androhungen sind mir weder bekannt, noch kann ich mir vorstellen, dass sie wie oben beschrieben, stattgefunden haben.

    ich habe noch viel mehr zu sagen, aber für heute soll dies mal genügen.

    ps:etwaige(ich habe dieses wort extra gegoogelt) tipp- , rechtschreib- , grammatik- , und zeichensetzungsfehler mögen mir verziehen werden

  20. Jette

    kann NT nur zustimmen, ich will und würde niemandem in die fresse schlagen. ich bin auch nicht “die besetzerInnen”- sondern eine person. ich halte diese diskussionen hier für wenig zielführend und möchte mich dafür entschuldigen, dass meine kritik an den asta gestern so wenig konstruktiv ausgefallen ist. dennoch bin ich mit der momentanen situation sehr unzufrieden.
    zum kffb: natürlich unterstützen wir den bildungsstreik und sind auch selbst aktiv und engagiert, aber wir haben uns zu keinem zeitpunkt angemaßt “der protest”, “die besetzung” oder gar “der bildungsstreik” zu sein!

  21. Jette

    http://www.protest-dortmund.de/2009/12/03/offener-brief-zur-richtigstellung-der-ereignisse/

  22. Frank Hommes

    “des weiteren möchte ich betonen, dass unter den protestierenden ein einheitlicher konsens der gewaltfreiheit herscht, etwaige androhungen sind mir weder bekannt, noch kann ich mir vorstellen, dass sie wie oben beschrieben, stattgefunden haben.”
    Ich saß im Raum nebenan und habe es deutlich hören können. Neben dem Referenten, dem das gesagte wurde, kann das noch min. eine weitere Person bezeugen. Die Zeit war im übrigen Dienstag gegen 12 Uhr. Die Person war sauer, aber das berechtigt nicht zu einer solchen Aussage!
    Gleichzeitig bin ich mir aber auch sicher, dass es sich um eine einzel Meinung handelt.
    Aber neben dieser physischen Gewaltandrohung, wird auf manche Personen auch eine immense psychische Gewalt ausgeübt.
    Dies geht auch wieder von einzeln Personen aus und auch hier handelt es sich bei weitem nicht um die Mehrheit. Aber es findet statt und zwar aus den Reihen der Besetzung. Ich würde mich freuen, wenn diese Problematik bei einem der Treffen angesprochen werden könnte.

  23. Jette

    stimme dir zu frank, mit der “psychischen gewalt” sind wir als besetzerInnen mehr als jede(r) andere konfrontiert gewesen! ich weiß nicht ob du schonmal eine nacht verbracht hast in der du jeden moment davon ausgehen musstest von der polizei geweckt zu werden?!
    außerdem bezieht sich der kommentar von miguel:”bei den besetzenden Studierenden waren einige politisch sehr erfahrene Personen dabei, die sich über ihr Handeln und deren Konsequenz sehr wohl bewusst waren. Diese haben sowohl das Handwerkszeug für eine institutionalisierte Entscheidungsfindung, als auch die Fähigkeit eine in ihrem Sinne gute Pressearbeit zu machen.”
    auch auf einzelne personen. das ist nicht nur unverschämt und schlichtweg falsch, sondern auch unprofessionell.

  24. Frank Hommes

    Dann sind wir uns bei der zu verurteilenden Gewalt, egal von welcher Seite und in welcher Form, schon mal einig.

    Zum Inhalt des Kommentars unseres Vorsitzenden, muss er sich selbst erklären. Deshalb ist es (nun) auch als Kommentar markiert.
    Genauso wie ich hier bei Fragen zu meinen Kommentaren antworte.

  25. Dick

    Ich wollte mich hier noch mal Entschuldigen habe mit einigen kommtentaren Gegenüber dem ASTA vll überreagiert. War in den Letzten Tagen nur häufig sehr entäuscht vom Dortmundern ASTA da andere ASTEN nach meinem subjektivem Emfinden mehr hinter dem Protest und auch den Besetzungen gestanden haben.

    Was die Politisch erfahrenen Personen angeht (wozu ich mich selbst auch zähle) so waren diese zwar im Raum anwesend, hatten aber gar nicht die Möglichkeiten diese Besetzung besser zu institutionaliesieren, da sie nicht als Autrorität auftreten konnten. Ich habe sehr häufig versucht die Wortführer darauf hinzuweisen das dort keine Ergebnissorientiertes Arbeiten möglich ist, was sich allerdings nur sehr schleppend auf die organisation von Debatten ausgewirkt hat. Wer am Freitag im HS1 anwesend war konnte sich ein Bild davon machen wie wenig bewusstsein für dieses Problem geherscht hat.

    Unorganisiert war es zwar nicht, aber auch nur mäßig gut organisiert.

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