Fahrradkarte
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Mit dem Rad zur TU Dortmund
Mit diesem Faltblatt möchte der ASTA der TU Dortmund eine kleine Orientierungshilfe auf dem (Rad-)Weg zur Uni bieten. Die hier eingetragenen Routen erschließen die gesamte Innenstadt, sowie Hörde und verlaufen bewusst so weit wie möglich abseits der Hauptverkehrsstraßen. Gerade Zugezogene und UmsteigerInnen auf das Rad befahren häufig Straßen, die sie aus der Benutzung mit dem Auto und mit öffentlichen
Verkehrsmitteln her kennen. Solche Straßen sind aber meist gefährlich, laut und abgasbelastet, teilweise nicht mit Radwegen ausgestattet und
voller Ampeln, deren Schaltung auf die Geschwindigkeit der Autos ausgerichtet sind (rote Wele für RadfahrerInnen). Da sie jedeR kennt,
brauchen sie hier nicht mehr hervorgehoben zu werden.
Stattdessen werden einige wenig bekannte – aber mindestens genauso schnelle – alternative Routen vorgestellt, die außer Ruhe und besserer Luft
viel zu bieten haben: historische Bauten, schattige Alleen, interessante Geschichten. Selbstverständlich gelten die Verkehrsregeln vor Ort. Die Routen sind nur allgemeine Empfehlungen, im Einzelfall können doch andere Strecken sinnvoller sein. Aber vor dem Meckern… bitte
ausprobieren!
Westliche Nordstadt / Weststadt
NordstädterInnen haben nach einer langen Baustellenzeit nun endlich wieder (fast) freie Fahrradwege zur Uni.
Die Häuser südlich der Adlerstraße wurden um die Jahundertwende vom Dortmunder Spar- und Bauverein aus einem Guß errichtet. Die traditionsreiche Baugenossenschaft (1897 gegründet) wollte schon in ihren Anfängen den Mitgliedern ein repräsentatives Wohnumfeld bieten. Ein sehenswürdiges Beispiel dafür ist der Althoffblock (1), erreichbar über einen kleinen Abstecher. Die zentrale Achse Althoffstraße ist zugleich der älteste Bauabschnitt (1913/14). Mit den zwei Eingangstoren, dem gebogenen Straßenverlauf und den vielfältigen Fassaden wurde hier eine fast intime Atmosphäre geschaffen.
Leider ist der direkte Weg zur Uni nicht so attraktiv und bis vorr. Ende 2009 durch die Großbaustelle am Rheinlanddamm (B1) nicht befahrbar. Die Kuithansstraße (2) war ursprünglich als schnelle Verbindung von der B1 zum Hoesch-Werk Union und zur Schmiede Rothe Erde geplant – und so wurde sie breit, gerade und fast anbaufrei in den 50er und 60er Jahren gebaut. Den Anschluss an die B1 bekam sie jedoch nie: Sie hört wenige Meter vorher auf – bis auf einen schmalen Durchgang zum B1 Radweg. Für RadlerInnen ein Glück, ihnen bleibt dadurch viel Autoverkehr erspart. Davon müssen sie im Anschluss genügend ertragen: Auf der neugebauten Schnettkerbrücke (3) ist es laut und windig.
Über die genaue Straßenführung kann erst nach dem Umbau berichtet werden, da die Brücke auf der Nordseite momentan noch nicht befahrbar ist. Die momentan einzige mögliche Strecke ist die ruhige und grüne Strecke über Hahnenmühlenweg und Mühlenberg. Allerdings heißt die Straße Mühlenberg nicht umsonst so: Sie ist wirklich recht steil. Dafür geht’s auf dem Rückweg herrlich bergab! Die Siedlung unten im Emschertal (4) entstand Anfang der 20er Jahre für die Bergarbeiter der nahen Zeche Tremonia und ist ein frühes Beispiel für Recycling: Die Wände bestehen aus Rückständen des Bergbaus. Auch die Eigenheimsiedlung oben am Friedrich-Henkel-Weg “Giftsiedlung” (5) genannt, hat unfreiwillig etwas mit dem Bergbau zu tun: Sie wurde auf ehemaligem Zechengelände errichtet, das – wie sich später herausstellte – hochgradig verseucht war, und geriet Mitte der 80er Jahre als erster Altlasten-Skandal bundesweit in die Schlagzeilen. Letztlich musste der Boden teilweise bis auf 7,5m Tiefe ausgetauscht werden. Hinter der Deutschen Arbeitsschutz-Ausstellung (DASA) sind zur Überwindung der Regenbogenbrücke – so genannt wegen der bunten Beleuchtung – eine gute Schaltung und viel Schwung (auf dem Rückweg eher gute Bremsen) gefragt. Dafür rollt mensch die letzten Meter in Richtung der ehemaligen PH ungestört herunter.
Westliche Nordstadt / Weststadt 1 (momentan nicht fahrbar) 5.84 km
Westliche Nordstadt / Weststadt 1 Ausweichstrecke 5.79 km
Westliche Nordstadt / Weststadt 2 (momentan nicht fahrbar) 6.1 km
Mittlere Nordstadt/Klinikviertel
Vom grünen Nordmarkt geht’s auf die verkehrsberuhigte Nordstraße, im weiteren Verlauf wird die Hauptbahntrasse an der einzigen einigermaßen angenehmen Stelle unterquert. Nach der Querung des hochbelasteten Wallrings, bietet die Reinoldistraße viel Ruhe und einen tollen Blick auf den Reinoldi Kirchturm. Bei der Anschließenden Querung des Westenhellweges (6) muss zwischen 8 und 18 Uhr das Rad kurz geschoben werden, um die Fußgänger nicht zu behindern. Während der Hinweg entlang der Hansa- und Hohen Straße führt, kommt mensch auf dem Rückweg über die Luisen und Kuhstraße am denkmalgeschützten Gebäude des Gesundheitsamts (7) vorbei. Im Inneren des 50er Jahre Hauses mit der einmaligen Nierentisch-Optik sind gelungene Beispiele von “Kunst am Bau” zu bewundern. Auf der Beurhausstraße (8) ist Vorsicht geboten: Die Straßenbahnschienen sind besonders bei Nässe und abgefahrenen Reifen ziemlich tückisch. In Richtung Innenstadt ist es besser, zwischen – statt neben den Schienen zu fahren, weil mensch sonst nicht genügend Abstand zu den parkenden Autos halten kann.
Die Möllerbrücke (9) – auch sie ist ein Baudenkmal – ist sicherlich die schönste Brücke Dortmunds. Doch anstatt eines romantschen Flüsschens fließt darunter der S-Bahn Verkehr. Nach ihrem Bau im Jahr 1903 konnte die Bebauung des heute beliebten Kreuzviertels in Angriff genommen werden. Grenze des Viertels nach Westen ist die stattliche Allee Große Heimstraße – im Sommer angenehm schattig und nach Lindenblüten duftend, wie auch die anschließende Kreuzstraße. Ein Trick zur Umfahrung der Ampel an der Kreuzung Große Heim-/ Kreuzstraße ist der gleich lange Weg über die Metzer und Kolmarer Straße.
Mittlere Nordstadt/Klinikviertel Hin Ausweichstrecke 7.41 km
Mittlere Nordstadt/Klinikviertel Zurück Ausweichstrecke 7.45 km
Mittlere Nordstadt/Klinikviertel Hin (momentan nicht fahrbar) 7.24 km
Mittlere Nordstadt/Klinikviertel Zurück (momentan nicht fahrbar) 7.27 km
Östliche Nordstadt / Kreuzviertel
Der Borsigplatz (10) ist der schönste Platz in Dortmund, nicht nur bei BVB-Meisterfeiern. Ansehen sollte mensch sich den Rundling mit dem Baumbestandenen Rondell allemal. Doch die Verkehrsbelastung ist so stark, dass RadlerInnen besser einen großen Bogen um diesen Platz machen. Im Herzen der City fällt der Blick auf den stählernen Pylon (11) über der Stadtbahn Haltestelle Reinoldikirche. An dieser Stelle war noch Ende der 80er Jahre eine der verkehrsreichesten Kreuzungen der Stadt. Zwei vierspurige Straßen waren nach dem zweiten Weltkrieg wie Schneisen durch die City geschlagen worden. Im Zuge des Stadtbahnbaus (unterirdische Führung von ehemaligen Straßenbahnlinien in der Innenstadt, sowie Ausbau und Beschleunigung der oberirdischen Strecken) wurden Kuckelte und Kleppingstraße umgestaltet. Heute breiten sich dort Straßencafes aus. Und nicht zu vergessen ist der Weihnachtsmarkt (12), der RadfahrerInnen fünf Wochen im Jahr kein Durchkommen gewährt. In dieser Zeit muss mensch den Weg über die Kamp- und Hansastraße nehmen (siehe oben). In der übrigen Zeit sind RadlerInnen hier privilegiert: Sie allein dürfen über Friedensplatz und Stadtgarten düsen. Am aufwendig gepflasterten Friedensplatz (ehemals Parkplatz) wartet das neue rosafarbene Rathaus (13). Die “Bierkiste”, wie es von den DortmunderInnen liebevoll genannt wird, überrascht durch ein lichtdurchflutetes, edles Innenleben. Das gegenüberliegende Gebäude aus der Jahrhundetwende war übrigens nie Rathaus, sondern immer nur Stadthaus. Nach der unkomplizierten Überquerung des Südwalls an der Anforderungsampel, tun sich viele Möglichkeiten auf. In den verkehrsreichen Zeiten morgens und nachmittags, empfiehlt sich der Weg über die Gutenberg- / Sonnenstraße (zurück über neuer Graben). Dann braucht mensch die Ampeln, um Hohe und Lindemannstraße zu überqueren. Ansonsten ist die Route über Chemnizter, Sonnen- und Schillingstraße unschlagbar schnell (hin gar keine Ampeln, zurück eine). Zum Vergleich: Auf der konventionellen Autoroute über Hohe und Kreuzstraße müssten RadlerInnen an den meisten der sechs Ampeln anhalten.
Östliche Nordstadt / Kreuzviertel Hin (momentan nicht fahrbar) 7.26 km
Östliche Nordstadt / Kreuzviertel Zurück (momentan nicht fahrbar) 7.15 km
Östliche Nordstadt / Kreuzviertel Hin Ausweichstrecke 7.43 km
Östliche Nordstadt / Kreuzviertel Zurück Ausweichstrecke 7.33 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt
Die belebte, aber leider nicht besonders schnelle Verbindung über die Kaiserstraße und die ruhige Viktoriastraße (14), ist die sicherste Verbindung von der Oststadt zur Uni. Für diejenigen OststadtbewohnerInnen, denen diese Strecke zu lang ist, steht noch die Verbindung über Prinz Friedrich Karl Straße, den vierspurigen Heiligen Weg und die relativ stark belastete Saarlandstraße zur Verfügung. Obendrein sind sie auf de Kreuzstraße von einer perfekt abgestimmten “roten Welle” betroffen.
Die Strecke von Körne aus führt teilweise am “Hundeweg” (15) entlang (stark frequentierte Gassi Strecke). Dieser Weg durchs Grüne wurde auf ehemaligen Güterbahn Trassen gebaut. Am Ende dieses Wegstücks wird es bei der Eisenbahnunterführung (16) kurz eng, weil nur Platz für eine Spur vorhanden ist. Dafür lässt sich später auf der schattigen Tempo 30 Zone Landgrafenstraße (mit einigen bemerkenswerten 20er Jahre Häusern) sehr gut fahren. Einziger Makel: Zur Überquerung der vierspurigen Hohen Straße gibt es weder Ampeln, noch sonstige Querungshilfen.
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 1 Hin (momentan nicht fahrbar) 7.83 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 1 Zurück (momentan nicht fahrbar) 7.74 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 1 Hin Ausweichstrecke 8.00 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 1 Zurück Ausweichstrecke 7.90 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 2 Ausweichstrecke 7.48 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 2 (momentan nicht fahrbar) 7.24 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 3 Ausweichstrecke 7.95 km
Oststadt/Körne/südliche Innenstadt 3 (momentan nicht fahrbar) 8.10 km
Hörde
RadfahrerInnen aus Hörde sind sehr benachteiligt. Die Luftlinienentfernung zur Uni ist nicht größer als von Körne aus, aber die Radfahrmöglichkeiten sind noch wesentlich bescheidener. Der Westfalenpark und das Hoesch-Gelände bilden zusammen eine unüberwindbare Barriere (eigentlich heißt es Thyssen-Krupp, aber DortmunderInnen hängen noch sehr am ehemaligen Firmennamen. So sehr, dass der bereits vom Gasometer abmontierte Hoesch-Schriftzug aus Denkmalschutzgründen wieder an seinen angestammten Platz befestigt werden musste). Die südliche Umfahrung entlang der Nortkirchen- und Stockumer Straße ist stark befahren, umwegig und recht langweilig. Im Norden lädt die B1 auch nicht gerade zum Radfahren ein. Es bleibt noch die hier dargestellte etwas verwinkelte Route am Rande des Westfalenparks und an den Westfalenhallen vorbei. Die Route wird geprägt von zwei Türmen. Der 1959 zur Bundesgartenschau errichtete Fernsehturm Florian (17) beherbergt ein Cafe, dass sich dreht und den Besuchern einen hervorragenden Rundblick über Dortmund beschert. Sein viel kleinerer Bruder, der steinerne Turm (18), steht unscheinbar und ein wenig verloren in der Nähe der – auch von Innen sehenswerten – Stadtbahnhaltestelle “Westfalenhalle”. Der Turm wurde im 14. Jahrhundert als Wachposten errichtet und ist das einzige mehr oder weniger original erhaltene Überbleibsel aus der glorreichen Hansezeit. Die übrigen Befestigungsanlagen die Dortmund lange Zeit uneinnehmbar machten, wurden Mitte des 19. Jahrhundert geschleift (der “Adlerturm” an der Ecke Kleppingstaraße/Ostwall ist ein Nachbau aus den frühen 90ern). Ab hier bieten sich zwei Möglichkeiten: Die alltagstaugliche und direkte Route führt durch die Westfalenparkplätze und über den B1 Radweg. Die schönere Route führt am Westfalenstadion vorbei und durch das Naherholungsgebiet Bolmke. Sie ist aber anstrengender (runter nach Barop und dann wieder hoch zur Uni) und nachts sowie nach anhaltenden Regenfällen nicht praktikabel.
Hörde 7.78 km
Hörde Offroad 8.31 km
Campus Süd
Zum Campus Süd bestehen Grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Steigungsempfindliche fahren wie gehabt zum Campus Nord und nehmen dort die H-Bahn – sie brauchen aber deutlich länger, und wenn sich Menschenmassen aus der S-Bahn in die H-Bahn stürzen, kann es schon mal passieren, dass mensch dort keinen Platz mehr findet. Sportlichere RadfahrerInnen fahren direkt bis zum Campus Süd, gewinnen durch das erklimmen der Baroper Berge eine hervorragende Kondition und kommen leicht verschwitzt aber hellwach im Hörsaal an. Sie können entweder über die Regenbogenbrücke (über die B1), den Feldweg und die dann anschließende Baroper Straße fahren, oder über Schnettkerbrücke , Emil-Figge Str. und Ander Palmweide.
Auf der zweiten Route genießen RadlerInnen den Ausblick auf die freie Landschaft am Baroper Kirchweg (wo eine Frischluftschneise dafür sorgt, dass es bergauf immer Gegenwind gibt…) und das gut erhaltene mittelalterliche Ortsbild von Groß-Barop (19), geprägt von Ortstypischen Mauern, Fachwerkhäusern und dem traditionsreichen Gasthaus Wolf. Ein kleiner Tip: Einmal in die unscheinbare Einfahrt südlich der Ostenbergstraße hineinfahren – am Rande eines ehemaligen Bauernhofes stehen, von der Straße aus unsichtbar, zwei imposante und sicherlich sehr alte Rotbuchen.
Auf der Rückfahrt können RadlerInnen, die zur Großen Heimstraße wollen, auf der linken Seite der Wittekindstraße fahren. Dadurch ersparen sie sich die zweimalige Überquerung der Stadtbahntrasse oder den lästigen Weg über die Lindemannstraße.
Campus Nord – Campus Süd 1.43 km
Die Häuser südlich der Adlerstraße wurden um die Jahundertwende vom Dortmunder Spar- und Bauverein aus einem Guß
errichtet. Die traditionsreiche Baugenossenschaft (1897 gegründet) wollte schon in ihren Anfängen den Mitgliedern ein
repräsentatives Wohnumfeld bieten. Ein sehenswürdiges Beispiel dafür ist der Althoffblock (1), erreichbar über einen
kleinen Abstecher. Die zentrale Achse Althoffstraße ist zugleich der älteste Bauabschnitt (1913/14). Mit den zwei
Eingangstoren, dem gebogenen Straßenverlauf und den vielfältigen Fassaden wurde hier eine fast intime Atmosphäre
geschaffen.
Leider ist der direkte Weg zur Uni nicht so attraktiv und bis vorr. Ende 2009 durch die Großbaustelle am
Rheinlanddamm (B1) nicht befahrbar. Die Kuithansstraße (2) war ursprünglich als schnelle Verbindung von der B1 zum
Hoesch-Werk Union und zur Schmiede Rothe Erde geplant – und so wurde sie breit, gerade und fast anbaufrei in den 50er
und 60er Jahren gebaut. Den Anschluss an die B1 bekam sie jedoch nie: Sie hört wenige Meter vorher auf – bis auf
einen schmalen Durchgang zum B1 Radweg. Für RadlerInnen ein Glück, ihnen bleibt dadurch viel Autoverkehr erspart.
Davon müssen sie im Anschluss genügend ertragen: Auf der neugebauten Schnettkerbrücke (3) ist es laut und windig.
Über die genaue Straßenführung kann erst nach dem Umbau berichtet werden, da die Brücke auf der Nordseite momentan
noch nicht befahrbar ist. Die momentan einzige mögliche Strecke ist die ruhige und grüne Strecke über Hahnenmühlenweg
und Mühlenberg. Allerdings heißt die Straße Mühlenberg nicht umsonst so: Sie ist wirklich recht steil. Dafür geht’s
auf dem Rückweg herrlich bergab! Die Siedlung unten im Emschertal (4) entstand Anfang der 20er Jahre für die
Bergarbeiter der nahen Zeche Tremonia und ist ein frühes Beispiel für Recycling: Die Wände bestehen aus Rückständen
des Bergbaus. Auch die Eigenheimsiedlung oben am Friedrich-Henkel-Weg “Giftsiedlung” (5) genannt, hat unfreiwillig
etwas mit dem Bergbau zu tun: Sie wurde auf ehemaligem Zechengelände errichtet, das – wie sich später herausstellte -
hochgradig verseucht war, und geriet Mitte der 80er Jahre als erster Altlasten-Skandal bundesweit in die
Schlagzeilen. Letztlich musste der Boden teilweise bis auf 7,5m Tiefe ausgetauscht werden. Hinter der Deutschen
Arbeitsschutz-Ausstellung (DASA) sind zur Überwindung der Regenbogenbrücke – so genannt wegen der bunten Beleuchtung
- eine gute Schaltung und viel Schwung (auf dem Rückweg eher gute Bremsen) gefragt. Dafür rollt mensch die letzten
Meter in Richtung der ehemaligen PH ungestört herunter.


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